Was mich für Diversity motiviert

Was treibt mich nach mehr als 16 Jahren Diversity immer noch für das Thema an? Das fragte mich jüngst ein Journalist, und ich denke, die Frage müssen sich ExpertInnen in diesem Bereich ab und an stellen. Mich erstaunte etwas, dass ich nicht allzu lange überlegen musste: Denn die Aha-Effekte, die ich in meiner Arbeit mit Führungskräften auslöse sind sicherlich der entscheidende Antrieb. Drei aktuelle Beispiele – alle aus Projektarbeit mit DAX Vorständen und Bereichsvorständen – mögen das illustrieren:

In einer Diskussion zur strategischen Ausrichtung von Diversity berichtete ein CEO stolz von den erfolgreichen Bemühungen des Unternehmens, kulturelle Vielfalt durch internationale Mobilität zu fördern und zu nutzen. Da er hier kaum Handlungsbedarf sah, fragte ich nach, ob die ethnische Vielfalt innerhalb der jeweiligen Länder denn ähnlich wertgeschätzt und genutzt würde. Nordafrikaner in Frankreich, Indonesier in Holland, Türken in Deutschland, Kurden in der Türkei … Der offensichtlich große Unterschied machte klar, welche Potenziale es noch zu heben gibt.

Ähnlich bei einer Besprechung mit den Konzernleitern Führungskräfteentwicklung und Personal eines anderen Konzerns. Nach Fokusgruppeninterviews mit Frauen und Männern ging es um elternzeitbedingte Abwesenheit von z. B. 3, 6, 9 oder mehr Monaten. Meine Frage, ob es als problematisch angesehen wird, wenn ein Kollege für 9 Monate in eine Auslandsgesellschaft oder für 18 Monate an eine Business School ginge, zeigte die themenbedingte Schieflage, die sachlich nicht begründet ist.

Schließlich nahm der Konzernpersonalleiter an dem Pilottraining für ein großes Führungskräfteentwicklungsprogramm teil. Unser systematischer Vergleich der unterschiedlichen Effekte, die ‚männliche’ und ‚weibliche’ Werte bei Bewertungen in vielen gängigen Personalprozessen erzeugen, machte ihm mit einem Schlag die Tragweite des Themas und die Notwendigkeit intensiver und nachhaltiger Anstrengungen klar.

Bei hochrangigen Entscheidern echtes Umdenken durch unsere Arbeit zu initiieren, stellt für mich auch nach vielen Jahren einen echten Antrieb dar – nicht nur für mein Engagement in den jeweiligen Projekten, sondern auch für die ständige Weiterentwicklung unserer Expertise. Denn ich weiß, dass wir mit innovativen Inhalten und Methoden echte Beiträge zu Fortschritt und Erfolg bei unseren Kunden leisten. Unsere Newsletter, unsere Studien und Websites, und natürlich unsere Research-, Kommunikations- und Beratungsleistungen spiegeln genau dies wider. Ich freue mich, wenn Sie – unsere Leserinnen und Leser – daran weiteres, aktives Interesse zeigen, uns empfehlen und unsere Angebote in Anspruch nehmen.

Der Jahresbeginn ist eine gute Gelegenheit – rückblickend und vorausschauend – hierfür zu danken