Unternehmerforum, Arbeitsagentur GL „Vielfalt kann MehrWert sein“

Unter diesem Motto trafen sich Unternehmer aus den bergischen Landkreisen und der Stadt Leverkusen beim Unternehmerforum in Odenthal Altenberg. Geladen hatte die Agentur für Arbeit Bergisch Gladbach.

Die Vorsitzende der Geschäftsführung der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit in Düsseldorf, Christiane Schönefeld, und der Kölner Diversity-Experte und Autor Michael Stuber gaben Einblick in das facettenreiche Thema „Vielfalt“. Besonderes Augenmerk erhielt die Frage nach den Umsetzungsmöglichkeiten auch für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU).Michael Stuber stellte mit dem „Potenzial Prinzip“ einen ganzheitlichen, integrativen Ansatz vor, der die systematische Nutzung von Vielfalt ermöglicht. In seinem Vortrag

“Potenziale aktivieren – Zukunftsfähigkeit gestalten” betonte er: “Zur Nutzung von Unterschiedlichkeit müssen wir manch’ menschliche Bequemlichkeit überwinden – zum Beispiel Unseresgleichen zu bevorzugen oder sich auf in der Vergangenheit Bewährtes zu verlassen.”

Vor dem Hintergrund sich ändernder gesellschaftlicher Werte und des demografischen Wandels ist Handeln mehr als angebracht.

Für KMU ergeben sich besondere Herausforderungen, wie etwa die Erfolgssicherung und -steigerung über Mitarbeiter und Märkte, der Fach- und Führungskräfte-Engpass oder auch die Professionalisierung (z. B. leistungsorientierte Vergütungspolitik). „Die besonderen Herausforderungen der KMU, vor allem Wettbewerbs- und Fachkräfte-Themen, lassen sich mit Diversity effektiver bearbeiten“, so Stuber.

Durch die gezielte Aktivierung von Potenzialen lassen sich Vorteile und Verbesserungen erzielen. Diversity verspricht einerseits Vorteile durch neue Kundennähe, Marktabdeckung sowie ein verbessertes Image. Doch auch im Unternehmen selbst lässt sich die positive Veränderung spüren, weil sowohl individuelle Produktivität und Zufriedenheit der MitarbeiterInnen als auch die Zusammenarbeit unter Kollegen gestärkt werden.

Der Weg dahin ist mit Stolperfallen bespickt, die nur durch ehrliche Selbstreflexion behoben werden können. Gewohnheiten lassen sich nicht von heute auf morgen abschalten. Etwas „schon immer so gemacht zu haben“ ist kein Argument. Es ist eine Flucht vor Neuem. Bewusstwerden und zielgerichtete Fragen stellen sind die ersten Schritte zur Veränderung. Dazu gehört auch die (Neu-)Definition des Kundenkreises.

Weitere Redner auf der Veranstaltung waren Stefan Krause, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Bergisch Gladbach, der die Veranstaltung eröffnete und die Notwendigkeit betonte, dem Fachkräftemangel zu begegnen. Dabei sei Diversity Management ein erforderliches Mittel, um alle vorhandenen Ressourcen zu nutzen.

Christiane Schönfeld, Regional-Geschäftsführerin, stellte erfolgreiche Maßnahmen der Bundesagentur für Arbeit vor. Sie verwies vor allem auf die unentbehrliche Verzahnung mit anderen unternehmensstrategischen Prozessen.

Unter der Moderation von Tobias Wobbe wurden die praktischen Umsetzungsmöglichkeiten anschließend in einer Podiumsdiskussion diskutiert. Zum Podium gehörten: Wolfgang Oehm (ONI Wärmetrafo GmbH, Lindlar), Dietmar Tönnies (REWE-Markt Odenthal) und Willi Kellershohn (Spedition Kellershohn,

Lindlar).