Die Rolle von “Gender” im Diversity-Ansatz

Der Management-Ansatz Diversity stammt aus den USA, wo er als Weiterführung von Equal Opportunities
(Chancengleichheit von Mann und Frau) und Affirmative Action (Integration vielfältiger ethnischer Grupen) bereits seit zwanzig Jahren besteht und noch immer an Bedeutung gewinnt. Diese Entwicklung ist seit einigen Jahren auch in
Deutschland zu beobachten. Allerdings stellt sich – vor allem für Gleichstellungsbeauftragte – häufig die Frage, ob das
neue Konzept die bisherigen Ansätze der Frauenförderung, des Chancengleichheitsmanagements oder gar des Gender Mainstreamings ablösen will oder in ihrer Bedeutung oder Fokussierung schwächen könnten. Continue reading

Akzeptanzkampagne lesbischer Migrantinnen

In Berlin startete eine großangelegte Plakataktion, die lesbische junge Frauen deutscher und nichtdeutscher Herkunft in der Öffentlichkeit sichtbar machen soll. Das Plakat zeigt fünf selbstbewusste junge Frauen unterschiedlicher kultureller Herkunft. Das Motto lautet “Çigdem ist lesbisch. Vera auch! Sie gehören zu uns. Jederzeit!” und ist an eine erste Plakatreihe „Kai ist schwul. Murat auch“ angelehnt (wir berichteten). Continue reading

“Gender Gap Index” zeigt: Chancengleichheit der Geschlechter nicht gegeben

Chancengleichheit von Frauen und Männern in Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verwaltung ist ein erklärtes Ziel
zahlreicher Organisationen. Um dieses zu verwirklichen gibt es unterschiedliche Aktivitäten und Programme.
Unternehmen in Deutschland tendieren zunehmend dazu, den Management-Ansatz “Diversity” zu implementieren, um Chancengleichheit für Frauen und Männer zu schaffen sowie die Merkmale Alter, Behinderung, ethnisch-kultuelle
Prägung, Religion und sexuelle Orientierung menschlicher Unterschiedlichkeit zu berücksichtigen. Doch wie ist es um die Chancengleichheit von Frauen und Männern in unserer Gesellschaft tatsächlich bestellt? Continue reading

Ältere Migrantinnen und ihr Leben in Deutschland

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat die Untersuchung „Die Lebenssituation älterer alleinstehender Migrantinnen in Deutschland“ veröffentlicht. Die Studie liefert erstmals einen umfassenden Einblick in die Vielfalt und Differenziertheit der Lebenslagen von allein stehenden und allein lebenden Migrantinnen im Alter. Sie zeigt, dass das Klischee der älteren, hilf- und sprachlosen Migrantin ebenso falsch ist wie die gängige These vom altersbedingten Rückzug in die ethnische Gemeinschaft. Continue reading

Diversity: Ein Konzept für öffentliche Verwaltungen?

Diversity stellt ein Management-Konzept dar, das unterschiedliche Sichtweisen und Zugänge ermöglicht. Ein
wesentlicher Aspekt bildet hierbei die Möglichkeit für Organisationen, ihr spezifisches Verständnis zu entwickeln und
dies für die eigene Arbeit zu verwenden. Dazu erscheint es naheliegend, Bezüge der Themen „Vielfalt,
Aufgeschlossenheit und Einbeziehung“ zur Aufgabenstellung einer Organisation, z. B. einer öffentlichen Verwaltung, als Grundlage für die eigene Definitionen zu verwenden. Continue reading

Azubis unterschiedlicher Herkunftsländer verstehen sich gut

Das Deutsche Jugendinstitut befragte Auszubildende in einer Studie, wie das Zusammenleben von Jugendlichen mit und ohne Migrationshintergrund in den Betrieben funktioniert. In vier industriel-len Großbetrieben wurden 886 weibliche und männliche Auszubildende schriftlich danach befragt, wie sie im betrieblichen Ausbildungsalltag miteinander auskommen. Dazu kamen vertiefende 47 In-terviews mit Azubis. Continue reading

Grundstein für Vielfalt & Offenheit: Bildung(sreform)

Diversity gewinnt auch in Deutschland zunehmend an Bedeutung. Dies ist das Ergebnis aktueller Praxisstudien und
Medienbeobachtungen zu diesem Thema. Für eine erfolgreiche Umsetzung des Management Ansatzes und der damit
verbundenen Veränderungen bedarf es einer Beachtung des Kontextes. Beispielhaft soll dies für den Bereich der
Bildung beleuchtet werden. Wie es um um das Bildungssystem in Deutschland im internationalen Vergleich bestellt ist, zeigt die PISA-Studie der Jahre 2000 und 2003. Continue reading

Diversity & Anti-Diskriminierung in der betrieblichen Praxis

Am 16.12.2004 wurde von den Regierungskoalitionen der Entwurf eines Antidiskriminierungsgesetzes vorgestellt.
Neben arbeitsrechtlichen Regelungen und der Einrichtung einer Antidiskriminierungsstelle des Bundes sieht der
Gesetzentwurf auch differenzierte Diskriminierungsverbote im Rechtsverkehr zwischen Privatleuten vor. Die
Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, Marieluise Beck erklärt dazu: „Das
Antidiskriminierungsgesetz ist ein wichtiger Baustein für eine Kultur der Gleichbehandlung, die eine entscheidende
Voraussetzung für Integration darstellt. Continue reading

Sexismus sells?

Die Centrale Marketing-Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft – kurz CMA genannt, geht mit einer neuen Kampagne in die Öffentlichkeit und versucht Heißhunger auf Agrarprodukte made in Germany zu wecken. Schade nur, dass mit faden Sprüchen und abgestandenen Rollenklischees den KonsumentInnen der Appetit gänzlich verdorben wird. Continue reading

Chemische Industrie: Frauenmangel in Führungspositionen

Auch in der chemischen Industrie mangelt es an Frauen in Führungspositionen. Nach einer aktuellen Strukturerhebung des Bundesarbeitgeberverbands Chemie sind 20 Prozent der Führungskräfte und 8 Prozent der leitenden Angestellten Frauen. Der Arbeitskreis Chancen-gleichheit in der Chemie (AKCC) der Gesellschaft Deutscher Chemiker und der Arbeitgeberverband Chemie suchen daher neue Wege für Führungskräfte, Karriere und Familie zu verbinden. „Angesichts des demografischen Wandels wird es wirtschaftliche Notwendigkeit, das Potenzial an Akademikerinnen zu nutzen und Lösungen für eine Verbindung von Führungsposition und Familienleben zu finden“, unterstreicht Dr. Axel Schack, Hauptgeschäftsführer der HessenChemie. Continue reading

Developing Visions – Actively Shaping the Future! Toward Equal Opportunities in the Information Society

Gleiche Chancen in Bildung und Beschäftigung sind die Herausforderungen unserer Zeit. In der Informationsgesellschaft gilt der Umgang mit den modernen Kommunikationsmedien als Schlüsselkompetenz. Neue Berufe und damit Zukunftsperspektiven entstehen durch Entwicklung und Nutzung neuer Technologien. Chancengleichheit entsteht nur dann, wenn alle Bürgerinnen und Bürger einen gleichberechtigten Zugang erhalten. Daher sind alle Akteurinnen und Akteure in Bildung, Wirtschaft, Politik und Praxis gefordert, gemeinsam neue Strategien zur Verwirklichung von Chancengleichheit in einem erweiterten Europa zu entwickeln. Continue reading

Französische Großunternehmen initiieren „Charta der Vielfalt“

Eine Reihe französischer Großunternehmen hat sich verpflichtet ethnische Diskriminierung zu bekämpfen. Sowohl bei der Einstellung als auch bei der Beförderung sollen vor allem Arbeitnehmerinnen mit nordafrikanischer Abstammung künftig größere Chancen erhalten. Firmen wie der Autokonzern PSA Peugeot-Citroën, die Hotelgruppe Accor und die Handelskette Casino beteiligen sich an der Aktion „Charta der Vielfalt“, die durch eine alarmierende Studie vorangetrieben wurde: Continue reading