Neuer Grundsatz-Artikel zu Alters-Diversity-Mangement

Das Medium des ‘Kuratorium Deutsche Altenhilfe’ (KDA) erkundet Diversity als potenzial- orientierten Ansatz. Konzepte zur Gestaltung des Alterns von Belegschaften, Märkten und der Gesellschaft gewinnen aufgrund der demografischen Verhältnisse zunehmend an Bedeutung. Als Fachautor beschreibt Michael Stuber in der aktuellen Ausgabe des Magazins ProAlter auf fünf Seiten die Potenziale der systematischen Gestaltung von Generationenvielfalt durch Diversity-Management.
Anhand der aktuellen Zahlen hält er fest, dass obwohl die Beschäftigungsquote der älteren Arbeitnehmergruppe steigt, der Arbeitsmarkt die Nachfrage nach qualifizierten Fachkräften nicht ausreichend bedienen kann. Die politischen Maßnahmen setzen darauf, das Rentenalter zu erhöheoder Fachkräfte aus dem Ausland anzuwerben. Diese lösen Stubers Analyse zufolge aber nicht die Probleme, die vor Ort in den Firmen auftreten. Erhöhte Krankenstände im Alter sowie frühzeitiges Ausscheiden aus dem Betrieb und der damit einhergehende Wissensverlust sind oftmals die Folge unzureichender Arbeitsbedingungen. Ein Klima des Unverständnisses gegenüber den unterschiedlichen Bedürfnissen älterer ArbeitnehmerInnen führt zu Vorurteilen bis hin zur Altersdiskriminierung. Nach seiner Einschätzung bietet hier das Potenzial-Prinzip Diversity die Antwort auf vielschichtige Veränderungen. Die Devise heißt, weg von der einseitigen Fokussierung auf die Älteren und Alten, zu mehrdimensionalen Programmen für die gesamte Belegschaft. Diese schaffen ein offeneres Klima, das die verschiedenen Altersgruppen von ihren unterschiedlichen Qualifikationen profitieren lässt. Entscheidend sind hierfür eine lebensphasenorientierte Personalpolitik sowie eine wertschätzende Zusammenarbeit der Generationen. Der Fokus liegt zusätzlich auf lebenslangem Lernen und einer altersgerechten Arbeitsplatzgestaltung. Letztere ermöglicht es älteren MitarbeiterInnen, länger effizient zu arbeiten und Jüngeren gesünder zu altern. Eine dahin gehend optimierte Unternehmenskultur hat auch das Segment der älteren KundInnen im Blick und berücksichtigt deren Bedürfnisse beim Marketing zugunsten des Unternehmenserfolgs. Abschließend empfiehlt Michael Stuber eine enge Verzahnung mit anderen Diversity-Themen, den Personalprozessen und den Führungsmodellen eines Unternehmens. Der umfassende Ansatz, der alle Dimensionen kombiniert, sprich Alter mit Geschlecht, Migration, Behinderung, Religion und sexueller Orientierung sei der effektivste zur vollen Ausschöpfung vorhandenen Potenzials.