Gleiche Arbeit, ungleiches Geld: Kinospot prangert Gehaltsunter-schiede zwischen Männern und Frauen an

Eine echte Überraschung bietet das bayerische Arbeitsministerium derzeit in Kinovorstellungen. Vor dem Haupt-film reißt sich in einem Ministeriums-Werbespot einer der Topmanager seine Kleidung vom Leib. In einer Vor-standssitzung, in der nur Männer anwesend sind, forderte der Vorsitzende zu Einsparungen auf. Kündigungen und eine Verringerung der Arbeitszeit schließt er aus. Einer der anwesenden, maskulinen Machtmenschen findet eine Lösung und greift plötzlich zum BH, dreht sich kurz weg und taucht im nächsten Augenblick mit Bluse und blon-den Haaren wieder auf. “Frauen verdienen im selben Job bis zu 23 Prozent weniger” ist kurz darauf zu lesen. Und als wenig später eine Kaffeepause ansteht, sind alle männlichen Vorständler verschwunden und Frauen haben die Führungsetage übernommen. Der lustige Spot macht auf ein ernstes Thema aufmerksam: Obwohl Frauen mindestens ebenso qualifiziert sind wie Männer, erhalten vollzeitbeschäftigte Frauen für eine vergleichbare Tätigkeit im Durchschnitt immer noch rund um ein Viertel niedrigeres Gehalt als Männer. Gut, dass der Werbespot in vielen Kinos nun durch humoristische Überspitzung auf die Problematik hinweist – und dabei auch den Nerv der Männer trifft.

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