„Gelbe Hand“ verliehen: Jugend engagiert sich für Gleichbehandlung am Arbeitsplatz

Im Barocksaal der Thüringer Staatskanzlei in Erfurt zeichnete der bereits 1986 gegründete gewerkschaftsnahe Verein „Mach meinen Kumpel nicht an! – für Gleichbehandlung, gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus e.V.“ das Engagement junger Menschen für Gleichbehandlung und gegen Rechtsextremismus und Intoleranz in der Arbeitswelt und Gesellschaft aus. Thüringens Ministerpräsidentin und Schirmherrin des Wettbewerbs, Christine Lieberknecht, dankte den Jugendlichen für ihr Engagement und hob den großen Vorteil des Projektes hervor. „Es ist gut so, dass dieses Projekt an einem entscheidenden Hebel ansetzt: in der Arbeitswelt. Eben dort, wo sich Integration in die Gesellschaft besonders gut verwirklichen lässt.“ Giovanni Pollice, Vorsitzender des Kumpelvereins, sagte in seinem Grußwort, dass die Kreativität der Einreichungen ihm zeige, wie die wehrhafte Demokratie in den Köpfen und Herzen der Menschen verankert sei.
Mit einer Foto-Aktion gewann die IG BCE Jugend Hamburg/Harburg den mit 1.000 Euro dotierten ersten Preis in diesem Jahr. Auf Veranstaltungen zum 1. Mai hatten die Jugendlichen Fotos von Menschen gesammelt und zu einer bunten Collage zusammengesetzt. Dieses Mosaik mit dem Titel „Vielfalt statt Einfalt“ zeigt die bereichernde Vielfalt der Menschen in Hamburg und setzte zudem ein Zeichen der verschiedenen Hamburger und Hamburgerinnen gegen den Rechtsextremismus. In ihrer Begründung lobte die Jury, dass die Aktion zeige, „dass sich die braune Propaganda nicht nur gegen Menschen mit Migrationshintergrund, sondern auch gegen Menschen mit Behinderung oder gegen Menschen mit gleichgeschlechtlicher sexueller Orientierung wendet.“ Weitere Preise gingen an zwei Berufsschulkollegs aus dem Ruhrgebiet für ihre Dokumentationen von Reisen nach Auschwitz, an die Jugend- und Auszubildendenvertretung der Currenta für ihr Konzept „Sog des Rassismus“, das die Verankerung des Kampfes gegen Rechts zum Ausbildungsinhalt für Azubis machen möchte.