Erwerbstätige richten sich auf längere Lebensarbeitszeit ein

Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen planen, länger zu arbeiten als bisher vorgehabt. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Alterssurveys unter dem Titel ”Geplantes und realisiertes Austrittsalter aus dem Erwerbsleben“. Die vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend durchgeführte Studie macht deutlich, dass der Trend ältere ArbeitnehmerInnen immer früher aus gesellschaftlichen Funktions- und Verantwortungsbereichen auszugliedern nicht mehr zeitgemäß ist. Danach planen heute nur noch 35 Prozent der Erwerbstätigen im Alter von 40 Jahren, spätestens mit 60 Jahren aus dem Arbeitsleben auszuscheiden, 1996 waren es noch 50 Prozent! Eine Mehrheit von 65 Prozent der Befragten geht heute davon aus, dass sie länger arbeiten werden, um im Ruhestand ein besseres Alterseinkommen zu erzielen. Die Studie zeigt zugleich, dass die Erwerbstätigen noch keine klaren Vorstellungen haben, wie viel länger sie arbeiten wollen. Unternehmen sollten auf die veränderten Erwartungen der ArbeitnehmerInnen reagieren und stärker als bisher auf die Erfahrung und das Fachwissen Älterer setzten.