Diversity-Management Zielgruppen- und fähigkeitsorientierte Personalpolitik am Beispiel behinderter Menschen. Erfolg durch Vielfalt

Kundenorientierung ist der oberste Maßstab moderner Unternehmenspolitik. Und Kundenorientierung beginnt bei der Personalpolitik. Sie kann ein wesentliches Erfolgsmoment für Unternehmen sein, wenn sie die Kundenvielfalt widerspiegelt. Diversity-Management kann als kunden- und fähigkeitsorientiertes Personalmanagement verstanden werden. Es setzt bewusst auf die Fähigkeiten, die unterschiedliche Gruppen, wie z. B. Frauen, Ausländer, ältere Arbeitnehmer und Behinderte einbringen, um so den Kompetenzmix optimal zu gestalten. Diese Kerngedanken führt Michael Stuber in seinem zusammenfassenden Vortrag der Fachveranstaltung des ZsL Mainz aus.
Eine zunehmend bedeutsame Kundengruppe sind heutzutage schwerbehinderte Menschen. 10% der Bevölkerung der Bundesrepublik gehören dazu. Schwerbehinderte Menschen stehen zunehmend mitten im Leben und nehmen am Arbeits- und Wirtschaftsleben teil. In vielen europäischen Ländern haben Unternehmen Konzepte entwickelt, die eine Unternehmensorientierung auf behinderte Kunden und behinderte Mitarbeiter zum Ziel haben. Die Beschäftigung behinderter Menschen kann zudem viele Herausforderungen in der Personal- und Unternehmensplanung lösen. Anhand mehrerer Praxisbeispiele illustriert die Fachveranstaltung diese Möglichkeiten. Nach dem Fachvortrag von Michael Stuber, diskutierten in einer Schlussrunde Dr. Richard Auernheimer, Landesbehindertenbeauftragter, Werner Reiter, Hauptfürsorgestelle, Michael Stuber, Hans-Peter Terno, Projektleiter BEAplus, und Franz Ringhoffer, Wirtschaftsdezernent der Stadt Mainz.