Diversity Management: Seminar, VDMA

Wie kann man Führungskräfte und Personalbereiche im Maschinenbau bei der Umsetzung von Diversity Management im Alltag begleiten? Ist aktives Netzwerken und ein differenziertes Workshop- und Trainingsprogramm ausreichend? Am 30. Mai wurden diese Themen in Düsseldorf auf der Veranstaltung „ProduktionNRW – Diversity Management im Maschinenbau“ näher beleuchtet. In seinem Vortrag „Potenziale aktivieren – Wettbewerbsvorteile sichern!“ verdeutlichte Michael Stuber, Inhaber der Unternehmensberatung Ungleich Besser Diversity Consulting, dass die Wertschätzung unterschiedlichster Kompetenzen zu Mehrwerten führt. Gerade in einer Welt, die sich im permanenten Wandel befindet, sind derartige Konzepte besonders wichtig.

Wer im Wettbewerb bestehen möchte muss auf den Wandel reagieren.

Die regelmäßigen Änderungen von Firmenlogos sind ein gutes Beispiel: sie passen sich stetig den modernen Begebenheiten an. Ein Produkt mit dem Logo von gestern zieht nicht.

Firmenlogos sind ein sichtbarer Bestandteil eines sich ändernden Ganzen. Wer das System, in dem wir leben, unter die Lupe nimmt, wird sehen: Klare Ordnung, Hierarchien und nationalkulturelles Denken sind die „Logos“ von gestern.

Die Welt wird dynamischer, emotionaler und (inter-)kultureller. Jetzt sind Anpassungen gefragt – Diversity kann dazu beitragen. Diversity beschreibt das Potenzial Prinzip, mit dem Vielfalt durch bewusst positive Beachtung und aktive Einbeziehung systematisch zum Vorteil aller Beteiligten genutzt wird.

Das Potenzial-Prinzip ist ein ganzheitlicher Ansatz, der Ressourcen erkennt und systematisch einsetzt, denn Diversity ist kein Schönheitsideal, nach dem Unternehmen um den Preis des besten Images wetteifern können. Es besteht eine wirtschaftliche Notwendigkeit für Diversity. Auf Veränderungen im Umfeld muss reagiert werden. Konkret verspricht Diversity Verbesserungen und Vorteile, sowohl intern als auch extern. Im Bereich Kunden und Märkte etwa durch bessere Kundenbeziehungen, im Bereich Shareholder etwa ein verbessertes Rating oder im Feld des Arbeitsmarktes unter anderem durch einen besseren Zugang zu immer härter umkämpften Talenten sowie ein generell besseres Ansehen.

Aber auch intern verbessern sich die persönliche Produktivität, Loyalität gegenüber dem Arbeitgeber und die Zusammenarbeit mit anderen Mitarbeitern. Insgesamt lässt sich eine größere Offenheit und damit auch die Möglichkeit effektiverer Reorganisationen erzielen. Fundierte Studien, die dies belegen, sind im International Business Case Report (IBCR) (Verlinken intern) zusammengefasst, den Ungleich Besser Diversity Consulting erstellt hat. Auf 190 Seiten werden Erkenntnisse aus hochwertigen Studien, Umfragen und Analysen komprimiert zusammengetragen, sodass schnell fundierte Aussagen über den Nutzen von D&I recherchiert werden können. Dieses Wissen ist eine wichtige Unterstützung bei der Umsetzung von D&I.

Nur wer zuerst ein Diversity-Verständnis entwickelt, um darauf aufbauend Ziele zu formulieren und Analysen daran auszurichten, kann sich Diversity erfolgreich etablieren.

Dann kann Diversity erfolgreich in die Unternehmensabläufe integriert und im Anschluss der Erfolg gemessen werden. Bereiche wie die Unternehmenskommunikation, HR und Marketing sind hierfür wegbereitend.

Wachsen kann Diversity aber nur, wenn alle Beteiligten mit head heart und hand [kursiv] dabei sind. Das bedeutet, dass die Chancen erkannt und mit Engagement angegangenen werden müssen, damit sie sich etablieren.

Auch wenn hunderte von Praxisbeispielen mit gutem Beispiel voran gehen: Einfaches Kopieren von Maßnahmen bietet keinen Erfolg. Individuelles Vorgehen ist erforderlich. Die Mühen werden sich auszahlen, denn dass sich die bereits vorhandene Vielfalt und Komplexität reduzieren wird, muss stark angezweifelt werden.