Demografie wandelt Berufsbilder

Vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung, die dazu führt, dass im Jahr 2020 rund 30% aller Deutschen über 60 Jahre alt sein werden, gewinnt die Altersforschung an Brisanz. Im Zuge dessen wurde an der Hochschule Niederrhein der ehemalige Forschungsschwerpunkt „Kompetenz im Alter zwischen Routine und Kompetenz“ zum Zentrum „Ressourcenorientierte Alter(n)sforschung – REAL“ aufgewertet. Der bisherige Forschungsschwerpunkt umfasste Studien zum Ernährungs- und Kaufverhalten älterer Menschen, ihrer Mobilität, zu ihrem sozialen Engagement sowie der Herstellung von Kleidung für pflegebedürftige Menschen. Mit dem neuen Kompetenzzentrum will man den Prozess des demografischen Wandels aktiv begleiten. Dabei sind laut Zentrumsleitung noch die Fragen offen, welche Rolle ältere Menschen zukünftig in unserer Gesellschaft spielen werden und welche Ressourcen unsere Gesellschaft den Älteren zur Verfügung stellen kann. Sicher ist in den Augen der beiden Leiter des Zentrums, Prof. Dr. Kerkhoff und Prof. Dr. Loffing, dass die alternde Gesellschaft völlig neue Berufsbilder hervor bringen wird. Auf die zukünftigen Bedürfnisse der alternden Gesellschaft fokussiert auch der neue Kontaktstudiengang „Alter und anwendungsorientierte Technik (KONTAAT)“ der Hochschule Mannheim, der mit dem Titel „Geronto-Ingenieur“ abschließt. Die Hochschule reagiert so auf den steigenden Bedarf an IngenieurInnen, die bei der Entwicklung technischer Geräte und Systeme die spezifischen Bedürfnisse Älterer berücksichtigen.