NEUE Vereinbarkeit von Familie und Beruf? Schwacher Konsens zwischen Politik, Wirtschaft und Gewerkschaften

Was bei der Frauenquote nicht möglich war gelingt bei der NEUEN Vereinbarkeit von Familie und Beruf: Politik, Wirtschaft und Gewerkschaften suchen den Schulterschluss und ziehen gemeinsam an einem Strang für eine familienfreundlichere Arbeitswelt. Dass das von den Akteuren vor kurzem unterzeichnete Memorandum einen Konsens im Sinne eines kleinen gemeinsamen Nenners darstellt, zeigen die unterschiedlichen Schwerpunkte in der Darstellung ebenso wie die sehr allgemein gehaltenen Aussagen. Ob wirklich miteinander koordiniert am Thema gearbeitet wird, muss sich noch zeigen. Contine reading

Diversity-Messung auf gut deutsch: Nur die Quote zählt

Während die australische Labor-Party vor einigen Jahren über die Einführung von LGBT-Quoten für Parteiämter sinnierte, zwei junge politische Aktivisten vor einigen Monaten in der ZEIT laut über eine Quote für junge Menschen in Parteien und Parlamenten nachdachten und in den USA fleißig ethnisch ausgeglichene Repräsentation in vielen Lebensbereichen zu schaffen, haben sich in Deutschland die Wünsche radikaler Feministinnen erfüllt: Alles dreht sich um die Frauen-Quote und kein anderes Thema hat eine realistische Chance auf professionelle Beachtung. Nach langwierigen und überwiegend unschönen Auseinandersetzungen folgte vor einigen Monaten der Beschluss des Gesetzes. Nun kommen kurz vor dem Inkrafttreten neue Diskussionen auf – typisch deutsch möchte man denken…

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Report on EU Gender Equality Forum published: Status Quo and Outlook

The Directorate-General for Justice and Consumers recently published a report about the Forum on the Future of Gender Equality in the European Union, which took place in April this year. 308 participants discussed about opportunities and concrete strategies for promoting Gender Equality in the EU and identified key priorities in 10 different policy areas. We will present to you the main results of those three areas, that involve labour market and business issues.

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Protektionistische Barrieren verschwinden zugunsten der Nutzung von Flüchtlingstalenten

Jung, begabt und fleißig – und dennoch kaum Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Dies ist die Situation vieler junger Flüchtlinge in Deutschland. Denn bürokratische Barrieren verhindern die Nutzung der Potenziale. Das soll sich nun ändern. Orientierung und Perspektiven schaffen, das ist das Ziel eines Ende Juli durch das Bundeskabinett gefassten Beschlusses. Demnach bräuchten Asylsuchende künftig keine Genehmigung der Bundesagentur für Arbeit mehr, um ein Praktikum absolvieren zu können. Ein kleiner Schritt und eine große Chance zur gesellschaftlichen Integration von Flüchtlingen und zur Nutzung neuer Potenziale für Arbeitgeber.

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Finland introduces expanded Non-Discrimination Legislation

A new level of non-discrimination provisions have come into force in Finland. The new law includes the obligation to promote equality (!) and prevent discrimination not only in the public but also within all areas of the private sector, including the provision of services. Non-discrimination legislation now covers educational institutions, schools and employers, with specific regard to working life and equal treatment.

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Czech Public Sector has decreased female representation in management to second lowest EU level

A current study of companies owned or operated by the Czech State reveals lower numbers of women in top management and on boards compared to the country’s average. Even worse, the researcher from the Economics Institute of the Academy of Sciences found a negative trend over the past trend years in the Public Sector in the Czech Republic. In this respect, the country now holds the second lowest position in the EU while a positive trend is reported for the private sector, especially for companies located in Prague.

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Diversity of Values: Increasing tension – more conflict – and why are all responsible

Ideologically motivated murders, heated campaigns for and against same-sex marriage and a plan to establish separate bus lines for Jews and Palestinians in the West Bank. Does it need to get any more obvious that some key Diversity topics have been neglected for too many years and now surface forcefully? We are paying a high price at the moment, and the bill is likely to increase. The sad truth behind this: We were too busy with our preferred priorities (you know, the three G’s: gender, generations, geographies) and we underestimated the power of values dramatically. It was always easy to flag these ‘private’ matters rather than confronting the issues and existing monocultures.
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Sudden progress on two LGBTI taboo issues in Europe and in the Catholic Church in Germany

With networks for gay and lesbian employees having become a standard practice, the absence of LGBTI integration in many aspects of work life is often overlooked: transgender persons, gay employees in organisations belonging to the Catholic church, gays or lesbians in top management, homosexual images in advertisement. In two areas, we have seen surprisingly strong progress within a space of a few days: The Council of Europe adopted a comprehensive report on the discrimination of transgender people and a resolution based on this report passed its Parliamentary Assembly. Five days later, the German Bishops’ Conference adopted an amendment to its ecclesial labour law, which is likely to result in a huge improvement for LGBTI employees.

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Sonderbericht zur Situation von Frauen auf dem Arbeitsmarkt in NRW

Der kürzlich erschienene Sonderbericht der Gesellschaft für innovative Beschäftigungsförderung (G.I.B.) verschafft einen aktuellen Überblick über die Situation von Frauen auf dem nordrheinwestfälischen Arbeitsmarkt. Er gibt unter anderem Aufschluss über die Zunahme der Erwerbstätigkeit von Frauen, die besondere Situation von Alleinerziehenden und zeigt deutlich das große ungenutzte Potenzial von Frauen für die Wirtschaft.

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EU study on inclusion of disabled people in the workplace: rather beneficial than just beneficent

A few weeks ago, the Directorate General for Internal Policies published the study „Reasonable Accommodation and Sheltered Workshops for People with Disabilities: Costs and Returns of Investments“. It investigates different policy measures across six EU countries, which aim at supporting the employment of people with disabilities. Results suggest that not only the business but also states experience beneficial bottom line effects from an improved integration of people with disabilities in the workplace – if policy measures are chosen carefully.

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Die Quote verhindert die Nutzung von Vielfalt: „Ohne Akzeptanz keine Performanz“

Viele Jahre wurde diskutiert, nun ist die Entscheidung ist gefallen: Die Frauenquote kommt. Sofern sich auf dem Weg zum fertigen Gesetz nichts mehr ändern sollte, müssen in Zukunft 30% der Aufsichtsratsposten in rund 100 börsennotierten Unternehmen mit Frauen besetzt sein. In einem Interview für die Dezemberausgabe des F.A.Z.-PersonalJOURNAL zeigt Diversity-Experte Michael Stuber die negativen Seiten der Quote und gibt alternative Empfehlungen zur Verbesserung der Situation für Frauen im Management. Contine reading

CSU aufgepasst: So geht Willkommenskultur. Potenzial-Prinzip statt Sprachen-Schranke

Wäre die CSU-Führung doch bei der Bildungskonferenz 2014 in Berlin gewesen. Bei dem interaktiven Vortrag von Diversity-Papst Michael Stuber hätte sie in 90 Minuten alles Wissenswerte über die Nutzung von Vielfalt lernen können. In der Vortragsreihe 1: „Willkommen in Deutschland! Beratung, Qualifizierung, Vielfalt?“ erläuterte der Forscher und Berater, wie mit dem Potenzial-Prinzip aus Unterschieden systematisch Mehrwerte entstehen – auch in der bayerischen Gesellschaft.

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Praise and criticism for the EU’s first report on the implementation of the UN Disability Convention

How much progress can be expected within a space of four years? The European Commission has published their first evaluation of the implementation of the UN Convention on the Rights of Persons with Disabilities which they had ratified in December 2010. It comes as no surprise that different stakeholders present different interpretations of what success looks like.

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Konrad-Adenauer-Stiftung: Instrumente zur Familienvereinbarkeit ohne Kulturveränderung wirkungslos?

Zu altbacken, zu eindimensional, zu widersprüchlich. Ausgerechnet die konservative Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) stellt der Koalition aus Union und SPD ein schlechtes Zeugnis für ihre Familienpolitik aus und erzeugt damit ein erstaunliches mediales Echo. In ihrer Studie „Familienleitbilder in Deutschland“ stellt die KAS eine Diskrepanz zwischen einer vergleichsweise offenen Gesellschaft und einer Politik fest, die oft noch das Leitbild der Ehe mit Kindern vor Augen hat. Contine reading

Pilotprojekt der Bundesagentur für Arbeit könnte Zuwanderer schneller in Arbeit bringen

Deutschland braucht dringend Zuwanderung. Nicht nur aus gewichtigen ökonomischen Gründen ist diese Erkenntnis kaum mehr zu negieren, auch die Gesellschaft profitiert durch Vielfalt und ein multikulturelles Lebensumfeld; allerdings nur, wenn Grundvoraussetzungen wie Offenheit und Inklusion gegeben sind. Ein derzeit laufendes gemeinsames Pilotprojekt des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) und der Bundesagentur für Arbeit (BA) mit verschiedenen lokalen Bleiberechtsnetzwerken versucht sich an der Verbesserung der beruflichen Perspektiven für Asylbewerber und könnte so einen weiteren Schritt hin zu einer erfolgreichen Einwanderungsgesellschaft ermöglichen. Contine reading

Politische Umsetzung der SVP-Initiative gegen Massen-einwanderung begonnen

Es ist ein halbes Jahr her, dass sich eine Mehrheit der Schweizerinnen und Schweizer in einer aufsehenerregenden Abstimmung für die sogenannte Masseneinwanderungsinitiative der Schweizerischen Volkspartei (SVP) entschied. Die Abstimmung wurde besonders in Europa als Misstrauensvotum gegen Einwanderer verstanden, als Rückschritt für das Einwanderungsland Schweiz und als ein Bruch mit Werten, dessen Folgen nicht absehbar waren. Contine reading

Der steinige Weg der EU-Kommission zur Geschlechtergerechtigkeit

Die Europäische Union ist ein in vielerlei Hinsicht einzigartiges politisches Konstrukt. Ausgestattet mit dem einzigen supranationalen Parlament, einer technokratisch arbeitenden Regierung und 28 Mitgliedsnationen mit insgesamt 24 verschiedenen Amtssprachen. Bei der weltweit zweitgrößten demokratischen Wahl (nach der indischen Parlamentswahl) waren im Mai dieses Jahres rund 400 Millionen Europäerinnen und Europäer aufgerufen, ihr neues Parlament zu wählen. Contine reading