Bloß keine Vielfalt – Trotz Flaute nutzen wenige Unternehmen das Potenzial von „Diversity“

81 % der deutschen Unternehmen zeigen sich zugeknöpft, wenn es darum geht, Vielfalt in der Belegschaft gezielt als Erfolgsfaktor zu nutzen oder durch bewusste Wertschätzung individueller Unterschiede die Produktivität zu steigern. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie im Auftrag der Kölner mi.st[ Consulting. „Ausgerechnet in ökonomisch schwierigen Zeiten verschenkt die deutsche Wirtschaft wertvolle Potenziale“, kommentiert Inhaber Michael Stuber, der seit sieben Jahren europaweit führende Unternehmen zu Diversity berät. Auffallend sei, dass die meisten Widerstände aus dem mittleren Management kämen und personenspezifisch seien. An der Studie nahmen 31 Organisationen – überwiegend Großunternehmen – teil, die bereits erste Erfahrungen mit dem „Management der Vielfalt“ machten. Die Befragten gaben an, dass sich 80 % der Kollegen zurückhaltend oder blockierend gegenüber einer aktiven Anerkennung der Verschiedenheit von Menschen verhalten. „Die meisten Widerstände basieren auf Vorbehalten gegenüber der Praktizierbarkeit einer umfassenden Offenheit und auf fehlendem Verständnis für Diversity als Managementkonzept, das durch die Einbeziehung vielfältiger Mitarbeiter eine höhere Zufriedenheit Aller und bessere Ergebnisse für das Unternehmen anstrebt“, er läutert Stuber die Ergebnisse der aktuellen Umfrage. Mit einem fundierten Business Case und strategischer Kommunikation hätten Diversity-Manager jedoch gute Möglichkeiten, die Belegschaft zum Umdenken zu bewegen, sodass auch in Deutschland künftig Kreativität, Innovation und kontinuierliche Veränderungen zum Erfolg des Wirtschaftsstandortes beitragen. Die Deutsche Bank, Ford, BP oder Microsoft zeigten bereits, dass Diversity Mehrwert schafft, so der Berater.