Barrierefreie Navigation

Die Entwicklung der Smartphones hat der Bevölkerung unvorhersehbare Möglichkeiten in Punkto Mobilität, Erreichbarkeit und Vernetzung gebracht. Was für das Groh der Bevölkerung ein Zugewinn an bequemen Features ist, bedeutet für Menschen mit einer Behinderung eine neue Qualität des Lebens. Hörgeschädigte und jetzt auch Sehbehinderte erschließen sich sprichwörtlich neue Dimensionen über intelligente Apps.

Mit der Videotelefonie beispielsweise eröffneten sich für Hörgeschädigte ganz neue Möglichkeiten der Kontaktpflege, da sie auch hier in Gebärdensprache kommunizieren können. Der Hersteller nutzte diesen Aspekt und warb in seinem TV-Spot mit einer Sequenz in Gebärdensprache (siehe unser Marketing Top: http://www.diversity-marketing.de/downloads/Div-Mark-64_Top.pdf)

Mit der Entwicklung einer neuen Smartphone-Navigation für Blinde und Sehbehinderte zeigt sich abermals ein Projekt, das die Lebensqualität der NutzerInnen und deren Inklusion in unsere Gesellschaft gleichermaßen fördert. Blinde und Sehbehinderte werden zu Fuß und mit öffentlichen Verkehrsmitteln mit Hilfe eines Smartphones zum Ziel geführt. Dies ist sowohl im Freien als auch in Gebäuden möglich. So werden Sehbehinderte zukünftig zu ihren städtischen Destinationen aber auch zu Zielen innerhalb von Gebäuden finden können. Neu ist insbesondere:

  •  eine punktgenaue Ortung im Blindenstockradius
  •  eine Ortung und Navigation auch innerhalb von Bahnhöfen und öffentlichen Gebäuden
  • die Berücksichtigung von Hindernissen und Gefahrenstellen

Auch Menschen ohne Behinderungen profitieren durch das Navigationssystem, da es Ihnen die Orientierung in unbekannter Umgebung erleichtern kann.

Das neuartige Navigationssystem mit dem Namen m4guide wird in Berlin entwickelt. Die Stadt wurde vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie dafür ausgewählt. Laut Information der Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt wird das Reiseinformations- und Navigationssystem m4guide gemeinsam mit dem Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband, dem Landkreis Soest und fünf weiteren Partnern aus Forschung, IT- und Verkehrsunternehmen entwickelt.