Ältere Arbeitnehmer sind zufriedener als Jüngere

Die Deutschen haben meist eine positive Einstellung zur Arbeit. 72 Prozent der deutschen Arbeit-nehmer und Selbstständigen geben an, oft stolz auf ihre Arbeit zu sein, rund 64 Prozent haben in den letzten vier Arbeitswochen oft mit Freude gearbeitet. Trotz dieser hohen Identifikation mit der Arbeit erfahren 61 Prozent der Befragten, nie oder selten Anerkennung für ihre Arbeit. So das Er-gebnis einer repräsentativen Umfrage, der Initiative INQA. Mehr als ein Viertel (27 Prozent) fühlte sich hinsichtlich der fachlichen Kompetenz sowie der Fähigkeit zu organisieren oder zu planen un-terfordert. Über 50-jährige Arbeitnehmer sind dabei zufriedener als unter 30-jährige. Ältere äußern sich hinsichtlich Arbeitsfreude, Zufriedenheit und Leistungsbereitschaft deutlich positiver über ihre persönliche Situation als Jüngere. Defizite sehen jüngere Beschäftigte insbesondere in den Möglich-keiten, ihre Kreativität in die Arbeit einzubringen und Verantwortung zu übernehmen. Dieses höhe-re Maß an Unzufriedenheit schlägt sich auch in einer deutlich geringeren Verbundenheit mit den Unternehmen nieder. Die grundsätzliche Bereitschaft der Beschäftigten, sich stärker einzubringen, ist jedoch sehr ausgeprägt. 66 Prozent der Befragten geben an, dass es ihnen wichtig oder sehr wich-tig ist, ihre Fähigkeiten weiter entwickeln zu können; 65 Prozent halten es für wichtig, verantwor-tungsvolle Aufgaben zu übernehmen. Für Unternehmen bieten sich große Chancen, wenn sie ihre Mitarbeiterpotentiale stärker nutzen und ihre Leistungsfähigkeit durch motivationssteigernde Maß-nahmen erhöhen.
Quelle: Initiative INQA „Initiative Neue Qualität der Arbeit“. Studie unter 7000 abhängig Beschäf-tigten und Selbstständigen.